, Maibach Barbara

Matchbericht der Herren1

Von alten Römern und Strassenbanden

 

Am vergangenen Samstag machten sich die Bieler auf den Weg in die Römerstadt Augusta Raurica und fanden ihren Gegner, Unihockey Fricktal, in Kaiseraugst.

 

Obwohl im letzten Heimspiel eine knappe Niederlage gegen den Tabellenersten resultierte, schöpfte man Kraft aus der Tatsache, dass man durchaus mit dem Tabellenführer mithalten kann.

 

Mit derselben Leistung stellte man sich schliesslich auch Fricktal und wurde teilweise belohnt.

 

35 Minuten lang spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe und schenkten sich nichts. Während sich die beiden Teams jeweils mit gekonnten Aktionen herausforderten, scheiterten sie jeweils an den bis dahin hervorragenden Torhütern beider Mannschaften.

 

Ein sauber platzierter Schuss liess Lerch jedoch chancenlos, und so war es die Heimmannschaft, die als erste jubeln durfte. Unerschrocken pressten die Bieler jedoch weiter, bis der Ball auch zum ersten Mal hinter dem Fricktaler Torhüter landete. Das zweite Drittel war weiterhin umkämpft, und so verabschiedeten sich die Gäste mit einem verdienten 1:1 in die Pause.

 

Die Bieler präsentierten sich bis hierhin als würdiger Gegner und standen verdient gleichauf auf dem Feld. Eine Unkonzentriertheit zu Beginn des dritten Drittels wurde jedoch erbarmungslos genutzt, und Biel lag erneut mit 2:1 hinten.

 

In der 54. Minute hieß es dann Vorhang auf für das Bieler Powerplay. Einmal mehr war es Noé Abt, der den Treffer zum 2:2-Ausgleich erzielte und die Bieler zurück ins Spiel brachte.

 

Es folgten kämpferische Minuten, in denen erneut die Torhüter mirakulös zauberten und den jeweiligen Spielstand für ihre Mannschaft hielten.

 

Die Drehbuchautoren hatten jedoch noch nicht genug Dramatik, weshalb die Bieler zwei Minuten vor Ende des letzten Drittels eine Strafe erhielten.

 

Film ab für das Boxplay und Torhüter Lerch. Bis zum Schluss warfen, sprangen und hechteten alle in die Versuche des Heimteams und konnten das Unentschieden in die Verlängerung retten. Die Bieler zeigten bis hierhin, wie auch am letzten Wochenende, eine geschlossene Teamleistung und wurden dieses Mal sogar vorerst mit einem Punkt belohnt.

 

Auch die Verlängerung zeigte kein anderes Bild als die vorherigen Drittel. Beide Mannschaften kämpften taktisch um den verbleibenden Punkt, und wie so oft scheiterte man an den jeweiligen Torhütern.

 

In der 9. Minute landete der Spielball jedoch tief in der Bieler Zone, und ein Fricktaler konnte allein auf das Bieler Tor ziehen. Dem Eins-gegen-Null konnte auch Lerch nichts mehr entgegensetzen, und so mussten sich die Bieler am Ende bitter geschlagen geben.

 

Obwohl die Halle durch die lauten Unterstützungsschreie der Bieler zwischenzeitlich zum Heimfeld mutierte, konnten sich die Bieler auswärts nicht komplett für die harte Arbeit belohnen.

 

Die Leistungskurve wurde jedoch aufrechterhalten und verspricht eine spannende Entwicklung in Richtung Ziel.

 

Entsprechend enttäuscht, aber gleichwohl auch motiviert, verabschiedete man sich schließlich unter Steinbeschuss der ansässigen Kleinkriminellen in Richtung Biel.

 

Nic Lerch